Coaching-Methoden für Führungskräfte

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Business Team bei Diskussion

Coaching-Methoden für Führungskräfte

Mit der ACT Methode® zeitgemäß führen

In diesem Seminar erhalten Sie ausgewähltes Coaching-Know-how, welches Führungskräfte im Business-Kontext zeitgemäßes und wertschätzendes Führen ermöglicht.

Wenn Vorgesetzte eine coachende Haltung und eine coachende Gesprächsführung anwenden, fördern sie damit selbstwirksames und selbstverantwortliches Handeln ihrer Mitarbeiter und motivieren zudem durch den wertschätzenden Ansatz des Coachings.

Es wird mit ausgewähltem Hintergrundwissen und Methoden aus Kommunikations- und Verhaltenspsychologie vertraut gemacht und Sie lernen, wie Sie andere motivieren können und zielgerichtetes Handeln fördern.

Alle Inhalte werden in kurzen Vorträgen präsentiert und anschließend durch Übungen erlebbar gemacht. Sie trainieren, coachen und motivieren mit wertschätzender Haltung und Gesprächsführung. Sie erhalten konstruktives Feedback und die Möglichkeit, Ihre persönliche Führungsrolle neu zu definieren – mit den Coaching-Methoden für Führungskräfte.

Eingesetzte Methoden:

Trainer-Input, Einzel- und Gruppenarbeit, Teilnehmer- und Trainer-Feedback, Diskussionen, individuelle Coaching-Gespräche, Rollenspiele, Aktivierung der persönlichen Ressourcen und Fähigkeiten, Möglichkeit von weiterführenden Einzelcoachings zur Reflexion und nachhaltigen Umsetzung Ihrer Coaching-Kompetenzen

Ziele des Seminars:

Coaching Grundlagen, Psychologisches Hintergrundwissen, Konstruktivismus (Modelle der Welt in der Kommunikation), Systemischer Ansatz, Aktives Zuhören, Pacing und Leading, Herausforderungen in Ziele verwandeln, eigenen positiven Zustand als Coach herbeiführen, eigene Ressourcen u. Fähigkeiten einsetzen, gezielte Fragetechniken, Werte und Bedürfnisse – die Basis menschlichen Verhaltens, Feedback – wertschätzend und motivierend, Persönlichkeitsmodell – die 4 Energiemuster aus dem NLP

Tag 1 und 2:

  • Kennenlernen verschiedener Führungsstile und deren Auswirkungen auf das Vorgesetzten-Mitarbeiter-Verhältnis
  • Grundkenntnisse im situationsgerechten Führungsstil
  • Grundlagen der Menschenkenntnis für das Führungsverhalten
  • Kommunikationstechniken in schwierigen Führungssituationen
  • Die Motivation von Mitarbeitern: Voraussetzung einer erfolgreichen Kooperation
  • Feedback als Führungsmittel
  • Zielvereinbarungsgespräche als Führungsmittel
  • Konfliktlösungsmethoden
  • Kennenlernen der persönlichen Voraussetzungen für eine zeitgemäße und situationsgerechte Mitarbeiterführung
  • Ethik im Coaching: Vorannahmen
  • Bewusstes Wahrnehmen und Reflektieren des eigenen Verhaltens sowie dessen Wirkung auf Andere
  • Aktivieren neuer Ressourcen und Potenziale beim Mitarbeiter und bei sich selbst
  • Coachingmethoden als Führungsmittel

Sie haben Fragen zum Seminar oder möchten sich anmelden?

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf – ich freue mich Sie kennenzulernen!

Ihre Regina Gotsmich

Alle Preise verstehen sich exkl. Mehrwertsteuer!


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Lebe Deine Potenziale jetzt!

Coaching nach der ACT Methode – oder die Geschichte vom kleinen ICH-BIN-ICH!

Sie sind der Mittelpunkt Ihres Lebens!

Tun Sie, was immer schon in Ihnen schlummert. Das ist die Lebensaufgabe eines jedes Menschen. Nur Sie alleine wissen was das ist. Gemäß Ihren persönlichen Fähigkeiten und Potenzialen können Sie ressourcenschonend Ihre Wünsche und Ziele erreichen. Bleiben Sie in Balance und verschieben Sie Ihr Leben nicht auf morgen!

Wer weiß, was er kann und wer er ist, der ist so glücklich, wie das kleine Ich bin Ich! Lesen diese wunderschöne Geschichte am Ende dieses Beitrages und lassen Sie sich erneut inspirieren!

Anhand folgender Prezi erkläre ich Ihnen, was die ACT Methode ist, und welche Beratungsansätze sie vereint.

Das kleine ICH BIN ICH
von Mira Lobe

Auf der bunten Blumenwiese geht ein buntes Tier spazieren, wandert zwischen grünen Halmen, wandert unter Schierlingspalmen, freut sich, daß die Vögel singen, freut sich an den Schmetterlingen, freut sich, daß sich`s freuen kann. Aber dann… Aber dann stört ein Laubfrosch seine Ruh und fragt das Tier: „We bist denn du?“ Da steht es und stutzt und guckt ganz verdutzt dem Frosch ins Gesicht: „Das weiß ich nicht.“ Der Laubfrosch quackt und fragt: „Nanu? Ein namenloses Tier bist du? Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm!“ Bumm.

Auf der bunten Blumenwiese will das bunte Tier nicht bleiben. Irgendeinen will es fragen, irgendeiner soll ihm sagen, wer es ist.

„Guten Morgen Pferdemutter! Guten Morgen Pferdekind! Seid ihr nicht vielleicht zwei Tiere, die mir ähnlich sind? Denn ich bin, ich weiß nicht wer, dreh mich hin und dreh mich her, dreh mich her und dreh mich hin, möchte wissen, wer ich bin.“ „Kleiner“, sagt das Pferdekind, „deine Haare wehn im Wind, so wie meine. Aber deine kleinen Beine sind so kurz, und deine Ohren sind viel länger als bei mir – nein, du bist ein anderes Tier!“ Auch die Pferdemutter stupst es mit dem weichen Pferdemaul: „Niemals wird aus dir ein Gaul! Bist ein Hasen-Katzen-Hund oder sonst ein Kunterbunt, hast ein lustiges Gesicht, doch ein Pferd? Das bist du nicht!“ Auch die Kuh sagt: „Nanu! Was für einer bist denn du?“ Schaf und Ziege, jeder spricht: „Nein, ein Pferd, das bist du nicht!“
Auf dem Plitscher-Plätscher-Wasser fährt ein Ruderboot spazieren, und das bunte Tier darin schwimmt es zu den Fischen hin. „Guten Morgen, liebe Fische, schaut mich vorn und hinten an! Ob mir einer helfen kann? Denn ich bin, ich weiß nicht wer, schwimme hin und schwimme her, schwimme her und schwimme hin, möchte wissen wer ich bin.“ Alle Fische groß und klein, kommen blitzschnell angeschossen, fächeln freundlich mit den Flossen. Alle wundern sich: „Nanu!“ Alle blubbern sie ihm zu: „tut uns Leid, du buntes Tier, hast zwar Augen, so wie wir, bist auch gar kein schlechter Schwimmer, doch ein Fisch? Nein! Nie und nimmer!“
Auf dem Plitscher-Plätscher-Wasser fährt das flinke Boot dahin; und das bunte Tier darin lässt sich auf den schnellen Wellen weiter, immer weiter tragen. Sieht auf einmal viele Inseln ringsrum aus dem Wasser ragen. Weiße Vögel sitzen darauf, sperren ihre Schnäbel auf. „Diese Vögel“, denkt das Tier, „warten hier, damit sie mir sagen könen, wer ich bin.“ Und schon lenkt`s den Kahn dorthin, packt das Ruder fester an, rudfert, was es rudern kann. Aber dann… Aber dann macht das Tier mit seinem kahn beinah einen Purzelbaum. Stößt wo an, fährt wo drauf, und die Insel taucht auf. vor ihm steht ein großes Nilpferd, und das Nilpferd sagt: „Nanu! Was für einer, bunter Kleiner, bist denn du?“ „Ach, ich bin, ich weiß nicht, wer, fahre hin und fahre her, fahre her und fahre hin, möchte wissen wer ich bin.“ Darauf geht das Nilpferd stumm dreimal um das Tier herum, grunzt und schnauft und seufzt und spricht: „Wer du bist, das weiß ich nicht. Zwar sind deine Stampferbeine grad so wunderschön wie mein. Aber sonst, du buntes Tier, ist rein gar nichts wie bei mir. Pony-Fransen, Dackel-Ohr, so was kommt bei mir nicht vor.“ Als das Tier betrübt und still seiner Wege ziehen will, sagt das Nilpferdkind: „Kleiner Bunter, bist du blind? Schau doch, schau! Ganz genau so ein schöner Schwanz wie deiner, nur vielleicht noch etwas bunter, hängt da vom Baum herunter. Dieser Auf-dem-Baum-Sitzer, dieser schöne Schwanz-Besitzer soll dir sagen, wer du bist!“ Und das Tier bedankt sich sehr, fliegt dem schönen Schwanz-Besitzer, fliegt dem Durch-den-Urwald-Flitzer hinterher. „Lieber Papagei, hör zu! bin ich nicht vielleicht wie du? Denn ich bin, ich weiß nicht, wer, fliege hin und fliege her, fliege her und fliege hin, möchte wissen, wer ich bin.“ Verwundert macht der Papagei die Augen auf und zu, und scharrt und knarrt und kreischt: „Nanu! Du dummer, kleiner Bunter, du, wie lang dein Schwanz auch immer sei, du bist bestimmt kein Papagei. Laß mich in Ruh!“ An den dunklen Abendhimmel hängt der Halbmond seinen Bogen; eine kleine weiße Wolke kommt daran vorbeigezogen. Müde denkt das bunte Tier: „So ein Himmelbett wär fein…“ Und schon legt es sich hinein, reckt sich, streckt sich, und es deckt sich mit der weichen Wolke zu, macht auf angenehme Weise, schlafend eine Reise. Wo wird es morgen sein?
Durch die Stadt und durch die Straßen geht das bunte Tier spazieren und begegnet neuen Tieren. Trifft vor dem Bäckerladen eine ganze Schar von Hunden. Alle sind kurz angebunden, alle zerren an der Leine, dicke, dünne, große, kleine, ruppige und struppige, seidige, geschmeidige, gut dressierte, schön frisierte, schmale, breite, Seite an Seite, dumme Hunde und gescheite. „Guten Morgen, lliebe Hunde! Bin ich nicht vielleicht wie ihr, ähnlich diesem Dackel hier? Denn ich bin, ich weiß nicht, wer, suche hin und suche her, suche her und suche hin, möchte wissen, wer ich bin.“ Alle Hunde, groß und klein, bellen laut: „Was fällt dir ein? Hast zwar Ohren wie ein Dackel, auch sein freuden-Schwanz-Gewackel. Aber deine kleinen Beine sind nicht so schön krumm wie seine, hast auch keine Hundeleine- und bist überhaupt zu bunt und kein Hund!“
Durch die Straßen geht das bunte Tier spazieren; geht- und denkt so vor sich hin: „Stimmt es, das ich gar nichts bin? Alle sagen, ich bin keiner, nur ein kleiner Irgendeiner… Ob`s mich etwa gar nicht gibt? Bin kein Fisch, kein Pony und kein Nilpferd und kein Hund, nicht einmal ein Hundefloh – oooh!“ Und das kleine bunte Tier, daß sich nicht mehr helfen kann, fängt beinah zu weinen an. Aber dann…

Aber dann bleibt das Tier mit einem Ruck, mitten im Spazierengehen, mitten auf der Straße stehen, und es sagt ganz laut zu sich: „Sicherlich gibt es mich!“

Durch den Park, auf allen vieren, geht das ICH-BIN-ICH spazieren, freut sich an der schönen Welt, die ihm wieder gut gefällt. Plötzlich sieht es überm Rasen lauter runde Seifenblasen. Viele helle bunte Bälle, große, kleine, zarte, feine, wie aus Glas – schön ist das! Und das kleine ICH-BIN-ICH fliegt zur allergrößten hin, sieht sein eigenes Bild darin, sieht ein kleines ICH-BIN-ICH: Sich! Patsch, da fährt es mit der Nase mitten in die Seifenblase, und der schöne Spegelball, der zerplatzt mit leisem Knall. „Macht nichts!“, sagt das ICH-BIN-ICH. „War ja nur ein Spiegeltier! Es ist fort und ich bin hier. Ich bin hier – und diese Wiese, wo die bunten Blumen stehn, hab ich die nicht schon gesehen? So ein Glück, bin zurück auf der alten Wiese!“ Zwischen hohen grünen Halmen geht das ICH-BIN-ICH spazieren, dreht sich nicht mehr hin und her, denn es ist – ihr wisst schon wer. Läuft gleich zu den Tieren hin; „So, jetzt weiß ich, wer ich bin! Kennt ihr mich? ICH BIN ICH!“ Alle Tiere freuen sich, niemand sagt zu ihm: „Nanu?“ Schaf und Ziege, Pferd und Kuh, alle sagen: „Du bist du!“ Auch der Laubfrosch quakt ihm zu: „Du bist du! Und wer das nicht weiß, ist dumm!“ Bumm.

 Act now! 

Ich freue mich, Sie ein Stück des Weges begleiten zu dürfen 🙂

Ihre Regina Gotsmich


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Leben wertschätzen

Warum Wertschätzung lebensnotwendig ist

Eine Schulklasse erzählt…

Aufmerksamkeit – spüren was da ist

Letzte Woche hielt ich einen Workshop in einer besonderen Schulklasse. Ich war dort nicht zum ersten Mal. Ende 2015 wurde ich als Trainerin und Coach in diese Klasse gerufen, um den jugendlichen SchülerInnen zu vermitteln, wie wertschätzendes Zusammenleben und Zusammenarbeiten gelebt werden kann.

Ohne Erfolg. Die SchülerInnen und Schüler, blockten ab. Nahmen weder mich noch einen Erwachsenen bzw. Lehrkraft ernst. Sie konnten keine Gruppenarbeit durchführen – beschimpften sich gegenseitig aufs Schlimmste, und fast alle SchülerInnen hatten Einzelplätze in der Klasse. Sich eine Schulbank zu teilen war nicht möglich. Für die Lehrkräfte war jeder Gang in diese Klasse zu einer Überwindung geworden.

Das mag für viele Eltern, Lehrer und Beobachter nichts Neues sein. Viele Jugendliche reagieren heutzutage mit Trotz, Wut, Aggression und nehmen nichts mehr ernst. Schimpfwörter werden zum Spaß gebraucht und Mobbing kennen alle. Der Respekt und die Wertschätzung Erwachsener gegenüber lassen zu wünschen übrig. Konsequenzen sind den jungen SchülerInnen egal.

Den Ärger, den Frust, den Rückzug und die Aggression ernst nehmen – fehlenden Selbstwert erkennen

Irgendetwas war anders in dieser Klasse. Das konnte ich deutlich spüren. Wenn ich mit dem einen oder anderen Schüler in der Pause einzeln sprach, waren diese höflich und herzlich. Sie wollten nicht die schlimmste Klasse aller Zeiten sein. Ein Schüler fragte mich:

„Was soll das bringen? Die anderen wollen einfach nicht. XY zum Beispiel, hat letztes Jahr seine Mutter an Krebs verloren. Deswegen ist er so aufgedreht und aggressiv. Schule ist unwichtig für ihn.“

Da wusste ich, dass diese Klasse kein Standard-Konzept für Soziale Kompetenz benötigt, sondern eine menschliche, wertschätzende und liebevolle Aufmerksamkeit. Ich musste mir Zugang zu ihren Herzen verschaffen um gehört zu werden.

Von der Klassenlehrerin erfuhr ich, dass es noch zwei weitere Schicksale in dieser Klasse gibt. U.a. ein junges Mädchen, das noch vor drei Monaten an einer schweren Depression (mit Suizidgedanken) erkrankte.

Ich war tief betroffen. Kein Wunder, dass diese SchülerInnen rebellieren. Es können zwei bis drei „unruhige Schüler“ in einer Gruppe/Team eine Zusammenarbeit und Zusammenleben unmöglich machen – in der Schule, so wie in jeder anderen Gemeinschaft auch.

Gemeinsam mit der Schulleitung vereinbarten wir weitere Workshops.

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen

Da besondere Situationen, besondere Maßnahmen erfordern, warf ich mein bestehendes Konzept für diese Klasse um und konzentrierte mich auf Spaß und Spiel und gab nur kurze Theorie-Inputs.

Im darauffolgenden Workshop legte ich den Fokus auf ein besonderes Teamspiel. Gemeinsam einen Turm bauen. Jede Schüler und jede Schülerin waren mittels Seile miteinander verbunden. Nur gemeinsam können sie diesen Turm bauen. Ich filmte diese Aktion. Frust, Wut, Ärger und Beschimpfungen wie: „Hey! Mach Suizid“ und „Du Behinderung“ waren für diese Kids in ihrem System (!) normal. Was mich wunderte, war, dass niemand das Spiel verließ. Niemand gab auf, was bei dieser niedrigen Frustrationsgrenze sehr üblich war.

Bei der anschließenden Reflexion meinten drei Schüler:

„Es war cool, wir haben zum ersten Mal was gemeinsam gemacht.“

„Schön, dass Sie wieder gekommen sind.“

„Das hat Spaß gemacht – und schön war, dass wir es gemeinsam geschafft haben.“

Ich war auf dem richtigen Weg, fühlte ich deutlich. Den Videomitschnitt wollten wir uns beim nächsten Mal ansehen.

Zum Kern durchdringen – mit Wertschätzung mehr Selbstwert erlangen

Der darauffolgende Workshop stellte alles in den Schatten, was ich bisher in meinen Beratungen und Workshops erlebt hatte. Wir saßen, wie jedes Mal in meinen Workshops, im Kreis. Eine besondere Energieform, die es allen ermöglicht sich in die Augen zu sehen. Keiner sitzt vorne oder hinten. Niemand ist erster oder letzter. „Die Augen sind das Fenster zur Seele“ – erzähle ich den SchülerInnen anfangs immer.

Ich benutze einen selbst gebastelten „Sprechstab“ um jeden Schüler, jeder Schülerin die Möglichkeit einzuräumen ungestört sprechen zu können, während die anderen „aktiv zuhören“ üben. Die SchülerInnen finden das nicht gerade prickelnd. Sie sind es nicht gewohnt und finden es peinlich zu erzählen, wie es ihnen gerade geht, was sie bewegt und was sie gerade Schönes oder weniger Schönes erlebt haben. Und obwohl drei Lehrkräfte mit im Kreis sind, sprechen sie dazwischen, flüstern und lachen über andere.

Da besondere Situationen besondere Maßnahmen erfordern, bat ich die SchülerInnen diesmal nicht darum zu erzählen wie es ihnen geht, sondern habe ihnen ein Thema mitgebracht. WERTSCHÄTZUNG.

Die SchülerInnen kannten den Begriff Wertschätzung. Sofort erzählten sie, dass das etwas ist, das einen Wert hat, wie ein neues Handy und ein tolles Auto, neue Markenschuhe oder teure Klamotten.

Auf meine Frage, ob auch der Mensch einen Wert besäße, wussten sie vorerst keine Antwort. Langsam und zögerlich kamen dann Antworten wie: „Ja, sicher“ und „Nicht alle“ und „vielleicht schon“. Die meisten SchülerInnen sagten nichts dazu.

Ich erklärte ihnen, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft schnell und oft die materiellen Werte über die menschlichen Werte stellen. Und dass wir höher schätzen, was ein neues Handy gekostet hat, als die Gefühle eines Menschen.

Schüler erzählen…

Jedem Schüler, jeder Schülerin überließ ich den Sprechstab und sie sollten erzählen, ob ihnen Wertschätzung wichtig ist, und ob sie das Gefühl haben wertgeschätzt zu werden (Zuhause, Schule, Freunde…). Die SchülerInnen waren verhalten und verunsichert. Niemand wollte sich der Klasse öffnen.

Ein Junge erzählte dann, dass er gerade eine Drei geschrieben hatte, sich darüber gefreut hat und seine Mutter ihn ausschimpfte, weil er ihr nicht erzählte, dass er in dieser Woche eine Arbeit schreiben musste. Die X-Box war dann weg – meinte er noch wütend. Aber es sei ihm jetzt egal, er hätte sich ein dickes Fell zugelegt, ärgert seine Mutter mit Scherzen deswegen und lässt nichts mehr an sich rankommen. Man muss sich ein dickes Fell zulegen, dann wird alles egal, meinte er.

Die anderen Schüler stimmten dem einstimmig zu. Es wurde immer ruhiger und die Aufmerksamkeit in der Runde stieg.

Ich erzählte den SchülerInnen, dass sich ein dickes Fell zuzulegen viel Kraft und Energie kostet und dass man dann wenig Vertrauen und ehrliche Gefühle erleben kann. Ich erzählte auch, dass es Menschen gibt, die im Kindergarten den Gruppen- bzw. später den Klassenclown spielen und diese Rolle auch im Erwachsenenalter nicht ablegen können. Sie sind immer lustig und machen viele Scherze über die alle lachen müssen und tief hinter ihren Masken sind sie sehr traurig und einsam, weil sie das Gefühl haben nicht wahrgenommen zu werden und nicht wertgeschätzt zu werden.

Die Klassenlehrerin erzählte, dass zwei ihrer Freunde solche Clown-Masken trugen und sich später das Leben genommen hatten. Das macht sie heute noch sehr traurig.

Eine besondere Energie füllte den Raum, alle wurden still. Dann meinte ein Junge: „Es kann ja wohl nicht sein, dass man sich einfach das Leben nimmt. Man muss doch auch auf die anderen denken. Die leiden doch. Die Eltern, die Geschwister, die Freunde… – man kann doch nicht einfach an sich denken…“

Ich nahm das Thema auf, es schien den jungen SchülerInnen besonders wichtig zu sein. Alle hörten aufmerksam zu. Plötzlich ging die erste Hand nach oben – lautlos.

„Ja, mein Opa hat sich erhängt – wir haben ihn am Dachboden gefunden. Er wollte nicht mehr leben.“

Ich fragte die SchülerInnen, ob ich ihnen meine persönliche Geschichte erzählen darf und ob sie Interesse daran haben. Ich hätte die Geschichte noch niemals jemanden erzählt, außer meinen engsten Freunden. Die SchülerInnen waren ganz Ohr und unglaublich wertschätzend.

Das Leben wertschätzen – gestärkt aus Krisen

Als es passierte, begann ich zu erzählen, waren unsere Zwillinge gerade eineinhalb Jahre alt. Wir waren mit dem anstrengenden Umbau unserer Wohnung erst fertig geworden und freuten uns auf eine Erholungsphase und unser junges Familienleben nun endlich genießen zu können. Mein Mann war leidenschaftlicher Paraglider. An diesem besagten Tag nahm er sich Urlaub und gemeinsam mit seinem Freund unternahm er einen Flugtag in Salzburg.

Ich war mit den Zwillingen abends noch spazieren, als mich der Anruf erreichte. Mein Mann sei abgestürzt und liegt auf der Intensivstation. Er überlebte nur knapp. Und die Ärzte meinten er würde für immer an den Rollstuhl gefesselt bleiben. Mein Mann verweigerte sämtlichen Besuch und akzeptierte nur mich an seiner Seite – er schämte sich, weil ihm dieser Unfall passiert ist. Er erzählte mir fortlaufend, dass er nicht mehr leben möchte. Wenn er nur könnte, würde er sich mit dem Rollstuhl vom Dach stürzen und ich solle ihm doch eine Waffe mitnehmen, damit er dem ein Ende machen kann. Ich war fix und fertig und wusste nicht mehr was ich tun sollte. Mein Mann verspürte keinen Lebenssinn mehr.

Da kam mir eine Idee. Ich bat meine Nachbarin mit mir und den Zwillingen ins Krankenhaus zu fahren, um meinen Mann zu besuchen. Er hatte die Kinder seit dem Unfall nicht mehr gesehen. Er sollte wieder einen Sinn im Leben bekommen – durch seine Kinder. Als wir die Tür zum Krankenzimmer öffneten und die Zwillinge gleich ans Bett liefen und „Papa, Papa!“ riefen, brach mein Mann in Tränen aus. Meine Nachbarin übernahm, wie vereinbart, die Zwillinge und ging mit ihnen in das Spielzimmer.

Mein Mann und ich redeten anschießend lange darüber wie unsere Zukunft denn nur aussehen würde. Und gemeinsam beschlossen wir an diesem Krankenbett, dass er alle Kraft und Energie aufwenden wird um wieder auf die Beine zu kommen und ich arbeiten gehen würde um unsere kleine Familie zu erhalten. Ein Rollentausch nahm seine Anfänge in diesem Krankenzimmer.

Als ich mit meiner Erzählung fertig war, kam die Klassenlehrerin auf mich zu und umarmte mich mit Tränen in den Augen. Ich versicherte allen in der Runde, dass es uns jetzt wieder sehr gut geht und dieses Schicksal jetzt siebzehn Jahre her ist. Mein Mann wieder gehen lernte und wir aus dieser schlimmen Krise gestärkt hervorgingen.

Wertschätzung betrifft den Menschen als Ganzes, sein innerstes Wesen

Die Schüler und Schülerinnen hoben einer nach dem anderen ihre Hand um sprechen zu dürfen. Zwei Drittel der SchülerInnen erzählten reihum, dass sie Todesfälle und schwere Unfälle im engsten Familienkreis miterlebt hatten.

Ein Junge erzählte er habe drei Jahre nicht mehr geweint, als seine Oma, seine Tante und seine kleine Schwester innerhalb nur eines Jahres verstorben sind. Tränen sind geflossen. Plötzlich umarmten sich Schüler und Schülerinnen. Die Lehrkräfte hatten Tränen in den Augen und wurden ebenfalls von den SchülerInnen umarmt. Auch ich umarmte und wurde umarmt. Immer weiter wollten die SchülerInnen erzählen – eineinhalb Stunden lang flossen Tränen, wurde umarmt, verließen einzelne Schüler kurzzeitig die Klasse (unterstützt durch eine Lehrkraft), um dann wieder zurück zu kommen und Teil zu haben an den Schicksalen der anderen SchülerInnen.

Kurz vor Ende der Stunde, bat ich alle Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrkräfte noch einmal in den Kreis zu kommen. Wir gaben uns die Hände – zum ersten Mal ließ die Klasse dies zu. Ich bedankte mich bei den SchülerInnen für ihre Aufrichtigkeit, ihre Wertschätzung füreinander und sprach ihnen größten Respekt aus, dass sie so tiefe Wertschätzung gegeben und bekommen haben. Ich erzählte ihnen, dass wir in diesem Kreis nicht ohne Grund zusammengekommen sind. Jeder ist gleich viel wert. Dass es wichtig ist, dass alles was gesagt worden ist in diesem Kreis bleiben muss – aus Wertschätzung für den anderen.

Die Schüler erzählten, dass sie nicht wussten, dass andere Schüler ähnliche Schicksale durchleben mussten. Und, dass sie sie jetzt besser verstehen können.

Anschließend begleitete ich gemeinsam mit den Lehrkräften die Jugendlichen noch auf einen Spaziergang zum Spielplatz, um das gerade erlebte verarbeiten zu können und wieder in einen positiven und zuversichtlichen Gefühlszustand zu gelangen.

Als wir vom Spielplatz retour gingen, bot sich mir ein wunderschönes Bild. Alle SchülerInnen schritten in Gruppen dahin. Niemand ging alleine. Ca. zwölf Jugendliche bildeten eine Kette der Umarmung.

Wertschätzung

Wertschätzung ist lebensnotwendig

Ich bin dankbar und demütig das erleben zu dürfen und wünsche den SchülerInnen von Herzen, dass sie sich dieses neu gewonnene Vertrauen und die tief empfundene Wertschätzung lange beibehalten.

Wertschätzung ist ein Thema, das uns alle betrifft. Es ist eine tiefe Sehnsucht von Menschen als das was er ist und das was er erlebt hat wertgeschätzt, anerkannt und geliebt zu werden. Diese Schüler haben mir gezeigt, was passieren kann, wenn Wertschätzung nicht gelebt wird.

Wut, Angst, Rückzug, Frust, Aggression, Ablehnung und Beschimpfungen dominieren den Alltag, wenn der Mensch sich nicht als Ganzes, auf sein Wesen besinnt und wertschätzend mit sich selbst und anderen umgeht.

Ein Sprichwort sagt:

Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe – dann brauche ich es am meisten.

 

Ihre Regina Gotsmich

Fotos: fotolia

 

 


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Personalentwicklung

Die ACT Methode® – neue Personalentwicklungsmethode

Die ACT Methode® in der Personalentwicklung nutzen

Personalentwickler haben´s nicht leicht. Heutzutage ist Personalbeschaffung viel mehr als nur Stellenanzeigen zu gestalten und zu schalten. Personalentwickler brauchen Geschick und einen guten Riecher für Potenziale und Fähigkeiten von Menschen. Unter anderem gehören auch die laufenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von Führungskräften und MitarbeiterInnen zu ihren wiederkehrenden Aufgaben. Dabei soll selbstverständlich noch gewährleistet werden, dass die potenziellen MitarbeiterInnen mit den Unternehmensziele und der Unternehmenskultur im Einklang stehen.

Die ACT Methode® unterstützt Personalentwickler in ihren Agenden zur Weiterentwicklung von Personal. Während in herkömmlichen Workshops und Seminaren Standards vermittelt werden, wird mit Hilfe der ACT Methode® individuelle, situationsbedingte Weiterentwicklung möglich. Durch die Aktivierung der persönlichen Potenziale und Fähigkeiten werden Ressourcen frei gelegt, die MitarbeiterInnen und Führungskräfte zu neuen Kräften und Energien verhelfen. Nur wer seine Ressourcen aktivieren und zielgerichtet und schonend einsetzen kann, ist leistungsfähig und aufnahmefähig.

Eine wertschätzende, gerechte und soziale Zusammenarbeit ist möglich – mit der ACT Methode®

Mit der ACT Methode® haben wir einen neuen Beratungsansatz für Mitarbeiter und Unternehmen geschaffen, der großen Anklang findet und der auf drei Ebenen zur Umsetzung bringt:

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Während unserer langjährigen Erfahrung, haben wir immer wieder festgestellt, wie wichtig das positive Zusammenspiel von Strategie, Organisation und Leadership ist. Ebenso gut könnte man argumentieren, dass alles mit den richtigen Menschen beginnt und endet.

Mit Menschen, die ganzheitlich denken und leben, indem sie:

  • sich,
  • die anderen,
  • die Aufgabenstellung und
  • den jeweiligen Kontext (Gesellschaft, persönliches Umfeld, Unternehmen) beachten.

ACT – stärken Sie Ihr Personal, erhöhen Sie die Motivation Ihrer MitarbeiterInnen, stärken Sie Ihr Unternehmen

A – Aktivierung auf der Ressourcenebene meint, die richtige Richtung bewusst wählen. Ob es gilt, Unternehmenspotenziale zu heben oder die Ressourcen, Potenziale und Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter zu stärken und zu fördern  beide Themen stehen im Fokus dieser Ebene. Selbstorganisation, Selbsterkenntnis, Lebensfreude, Spaß am Tun, Verantwortung übernehmen und lernende Organisation in Unternehmen werden dadurch möglich.

C – Coaching auf der Haltungsebene meint, die innere Haltung einzelner Leader, ganzer Führungsteams und/oder Mitarbeiter durch Coaching bewusst machen. Denn, die innere Haltung ist ausschlaggebend dafür, ob Ziele erreicht werden oder nicht. Ebenso ist die innere Haltung verantwortlich für eine gute interne und externe Kommunikation. Eine positive innere Haltung der Führungskräfte und Mitarbeiter setzt auch einen richtigen Schritt in Richtung Betriebliche Gesundheitsförderung. Coaching auf der Haltungsebene entspricht dem Resilienzgedanken und stärkt Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen.

T – Training auf der Handlungsebene. Wer seine Fähigkeiten und Potenziale leben kann, und seine innere Haltung in Balance zu sich selber und zu anderen bewusst wählen kann, der hat etwas ganz Besonderes für sich persönlich und seinen beruflichen Erfolg geschaffen. Es wird dadurch leicht und einfach, diese neuen Fähigkeiten und Handlungsmuster aktiv zu trainieren um sie konkret und zielgerichtet in jeder gewünschten Situation einsetzen zu können. Training auf der Handlungsebene entspricht dem Nachhaltigkeitsgedanken bewusster Unternehmen und seiner Mitarbeiter.

Jeder hat sein eigen Glück unter den Händen, wie der Künstler die rohe Materie, die er zu einer Gestalt umbilden will. Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allen; nur die Fähigkeit dazu wird uns angeboren, sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt sein.

Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832

Personalentwicklung

 gemeinsam.potenzial.nutzen

Wie Sie als UnternehmerIn oder PersonalentwicklerIn die ACT Methode® nutzen können?

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf!

Mit der ACT Methode® unterstützen wir Ihre MitarbeiterInnen und Führungskräfte durch individuelles Setting. Keine Standards für Ihre MitarbeiterInnen und Führungskräfte, sondern situationsbezogenes und individuelles Beratungs-Setting.

Gemeinsam besprechen wir in einem kostenlosen Erstgespräch Ihre Wünsche, Anliegen und mögliche Arbeitsfelder. Sie entscheiden über Setting und Ausmaß. Möglich sind unter anderen:

  • Einzelcoaching (inkl. ACT-Mappe und ACT Logbuch)
  • Teamcoaching (ACT im Team)
  • Workshops (ACT in der Kommunikation, ACT im Zeitmanagement, ACT Persönlichkeitsentwicklung, ACT  your Work-Life-Balance)
  • Change it (ACT im Veränderungsmanagement)
  • ACT Coachingmodule für Führungskräfte (zielgerichtete und lösungsorientierte Coachinginstrumente für den täglichen Gebrauch)

Ich freue mich auf Sie – act now!

Ihre Regina Gotsmich


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Zitat des Tages

  • Ein Zwerg, der auf den Schultern eines Giganten steht, wird weiter sehen können als der Gigant selbst. Didacus Stella, spanischer Theologe und Mystiker, 1524 - 1578

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